Einstellung Lehrbetrieb DHBW & OSU


An beiden Universitäten wurde der Lehrbetrieb noch vor Ende des Semesters kurzzeitig komplett eingestellt. An der DHBW war es am 12. März soweit, die OSU folgte am 28. März.
Damit einhergehend war kurze Zeit später auch die vollständige Schließung unsere Räumlichkeiten, die wir Anfangs noch unter Auflagen benutzen durften. Auch wenn wir natürlich Anfangs enttäuscht über die Schließung der Shops waren, sind wir uns einig, dass dies der einzig vertretbare und vernünftige Weg war, um der Ausbreitung, der zu diesem Zeitpunkt immer stärker um sich greifenden Pandemie entgegen zu wirken.

Fortwährende Arbeit


Auch wenn wir die Entscheidung unserer Universitäten unterstützen und auch weiterhin respektieren, stellte uns die Schließung unsere Räumlichkeiten vor ein großes Problem.
Beinahe alle Teile des Fahrzeuges waren gefertigt, die Arbeit am Chassis an der OSU schritt voran, und dennoch musste man plötzlich und unvermittelt alle Arbeiten einstellen. Da zu diesem Zeitpunkt auch noch von einigen normal stattfindenden Veranstaltung ausgegangen werden musste, war die Sorge um ein fertiges, fahrbereites Auto groß.
Da sich das Team aufgrund der 2 Standorte schon immer stark auf den Einsatz von Online-Collaboration-Tools stütze, machte es uns dies leichter, auch während dem Lookdown weiter an theoretischen Themen wie Business Presentation, Cost-Report und Pre-Development zu arbeiten. Insbesondere wurde an Test-Konzepten gearbeitet, die ausgeführt werden sobald ein Vollständiges Auto verfügbar ist und wir uns wieder mit gutem Gewissen und ohne gesundheitliche Risiken zum Testen treffen können. Trotz der Online-Aktivität konnten wir leider trotzdem noch kein Auto vervollständigen. Doch auch hier können wir mit einer positiven Nachricht aufwarten: Wir freuen uns auf die Saison 2021! Nicht nur mit einem, sondern mit den 2 sich im Bau befindlichen Autos wollen wir wie gewohnt bei FSS (Formula Student Spain) und FSG (Formula Student Germany) vertreten sein. Auch die FSAE California wollen wir nicht verpassen und sollen  leistungsstark durch unser amerikanisches Team vertreten werden. Wir fiebern den Veranstaltungen jetzt schon entgegen und können es daher auch kaum abwarten, die physische Arbeit am Auto wieder aufzunehmen. Die durch diese Entscheidung gewonnene Zeit werden wir dazu verwenden, unsere Fahrzeuge auf Herz-und Nieren zu testen und eventuelle Schwachstellen auszubessern.

Wettbewerbe


Ab dem 22. März begannen langsam die traurigen Nachrichten über die Absage der Competitions ein zu treffen.
Sowohl FSG am Hockenheimring, FSS am Circuit de Barcelona und FSAE California wurden abgesagt. So traurig diese Nachrichten auch waren, so erwartet war sie in Anblick der Situation. Diese Nachrichten nahm eine große Sorge von unseren Schultern: Wir kommen gar nicht in die Position, zwischen gesundem Menschenverstand und der Ansteckungsgefahr entscheiden zu müssen, um ein Fahrbereites Auto bei einer Veranstaltung zu haben.
Auch wenn von unserem Team nicht befürwortet und abgelehnt, konnten wir dennoch bei der virtuellen Version von FSAE California, bei der die statischen Disziplinen (Design, Cost, BP) präsentiert wurden, Erfolge verzeichnen:
Das Team gewann voller Stolz den ersten Platz beim Siemens “Digital Twin Engineering Excellence Award” für unsere Standardisiertes CAD-Modell sowie auf den ersten Platz beim “MacLean-Fogg Fastening Challenge Award” für unsere Methoden beim befestigen der Aero-Elemente.

Fortführungen physische Arbeiten


Immer wieder wird während unserer vielen Online-Meetings die Wiederaufnahme der Arbeiten am Auto besprochen, geplant und entgegengefiebert. Und wie auch bei der Schließung des Campus hat hier die DHBW die OSU überholt. Seit einigen Wochen wurde uns erlaubt, unter strengsten Auflagen unsere Werkstatt zu betreten. So konnten wir zumindest einige kleine, aber dennoch wichtige Arbeiten erledigen. Auch wenn es immer noch ein weiter Weg bis zum normalen Arbeiten ist, stimmt es uns doch zuversichtlich, bald wieder am Auto schrauben zu können.
Auch von der OSU gibt es gute Nachrichten. Der Prozess des Wiedereröffnens hat auch hier begonnen.
Inzwischen dürfen die Team-Mitglieder an der OSU wieder einige Tage in der Woche die Werkstatt betreten, und so beispielsweise die Fertigung des Chassis fortzuführen.
Auch an der DHBW konnte die Arbeit unter Auflagen der öffentlichen Stellen sowie der DHBW inzwischen wieder vorsichtig aufgenommen werden.

Schlussworte


Auch wenn die aktuelle Situation für viele traurig, entmutigend und auch überwältigend war, lässt sie sich wohl kaum mit der aktuellen Situation vergleichen, mit der sich zurzeit viele Person konfrontiert sehen: Es ist wohl kaum übertrieben zu sagen, dass zurzeit viele Menschen und Unternehmen um ihr überleben kämpfen.
Darum möchten wir diese Gelegenheit nutzen, nochmals unseren Dank gegenüber Unterstützer und Sponsoren auszudrücken.
Ob kleine, lokale Firma oder großes, international agierendes Unternehmen: Ohne Sie würde in unserem Team und unsere Unternehmungen niemals funktionierten. In Zeiten wie diesen noch weniger als Sonst. Wir freuen uns und sind geehrt, Sie zu unseren Unterstützern zählen zu dürfen.