Vom 13. bis 16. May startete für unser Verbrennerauto, den GFR15c, die Saison mit dem ersten Wettbewerb am Michigan International Speedway in Brooklyn (MI), USA.

Für diese Saison gab es mehr Veränderungen am Auto als jemals zuvor, was den ersten Wettbewerb umso spannender macht. Das Äußerliche des Autos hat sich signifikant aufgrund des neuen Monocoque Designs verändert. Zudem verlangte eine Regeländerung eine komplette Überarbeitung des Aerodynamikpakets.

Das Team brach am Montag den 11. May bereits früh auf, um mit zwei Transportern und einem Lastwagen die 3800 km zurückzulegen. Dabei waren Vorräte und Betriebsmittel für die Box, Campingausrüstung und selbstverständlich das neue Rennfahrzeug im Gepäck. Nach insgesamt 40 Stunden auf der Straße und 9 Bundesstaaten erreichten man Dienstag nachts das Camp und traf dabei auf einige deutsche Teammitglieder die extra für diesen Wettbewerb per Flugzeug über den Atlantik geflogen sind.

Nachdem die Zelte aufgeschlagen wurden, fuhr das Team mit dem Lastwagen auf das Wettbewerbsgelände und bereitete die ersten dynamischen und statischen Events vor. Der GFR15c hatte dabei eine starke Performance in den dynamischen Disziplinen. Den Autocross beendeten beide Fahrer mit Bestzeiten und über einer Sekunde Abstand auf das nächste Auto. Über das gesamte wichtige Ausdauerrennen konnte diese starke Leistung gehalten werden, womit ein erster Platz in dieser Kategorie eingefahren werden konnte. Umso bemerkenswerter ist dabei, dass das Team zusätzlich den Titel für die beste Kraftstoffeffizienz erhalten hat.

Die Beziehung zu unseren größten Rivalen in den dynamischen Disziplinen, dem Team der TU Graz, war trotz unserer starken Leistung durchaus positiv. Die TU Graz war eines von zwei europäischen Teams in Michigan und trat dabei mit ihrem 2014er Rennwagen an, dessen Aerodynamikpaket aufgrund des neuen Regelwerks modifiziert wurde. Da die europäischen Teams traditionell mit dem Fahrzeug der Vorsaison zum Wettbewerb nach Michigan kommen, war dies einigen Teams aufgrund der starken Regeländerungen in diesem Jahr nicht möglich. Die TU Graz setzte dennoch bessere Skidpad- und Beschleunigungszeiten und die Teammitglieder zeigten in den statischen Events eine konstant gute Leistung.

Nach dem offiziellen Ende des Wettbewerbs erzielte GFR einen sehr knappen zweiten Platz hinter der TU Graz. Aufgrund einem nachgestellten Punktabzug der TU Graz veränderte sich die Platzierung zugunsten unseres Teams. Schlussendlich hatten wir die FSAE Michigan gewonnen, mit dem Team der Universität Florida auf dem zweiten Platz und der TU Graz auf dem dritten Platz.

Wir sind sehr stolz auf unsere Leistung auf dem Wettbewerb, vor allem aufgrund der grundlegenden technischen Veränderungen des Fahrzeugs in dieser Saison. Das gesamte Team ist gespannt bei den Wettbewerben am Hockenheimring in Deutschland und dem Red Bull – Ring in Spielberg, Österreich teilzunehmen. Dabei tritt GFR sowohl mit dem Verbrenner, als auch dem elektrischen Fahrzeug an. Wir freuen uns darauf unsere starke Leistung dabei zu wiederholen und hoffen unsere Ergebnisse weiter verbessern zu können.

Schreibe einen Kommentar