Bevor wir mit dem eigentlichen Interview anfangen, kannst du uns zuerst ein bisschen über dich selber erzählen?

Mein Name ist Ryan und ich bin seit dem Herbst 2011 im Team. In meinem 2. Studienjahr bin ich auf einer Infoveranstaltung auf das Team aufmerksam geworden. Von da an nahm ich an allen Testtagen teil und half dem Team soviel ich konnte. Nun habe ich gerade mein Studium in Wirtschaft und Deutsch absolviert.

Wie oft hast du bereits am Wettbewerb in Michigan teilgenommen?

Dieses Jahr war es für mich schon das vierte Mal mit GFR. Überraschenderweise habe ich dabei das Team jedes Jahr im Auto begleitet. Von Corvallis, Oregon bis Brooklyn, Michigan dauert die Fahrt dabei insgesamt um die 38 Stunden!

Was ist deine Rolle im Team?

Über die Jahre habe ich viele verschiedene Rollen eingenommen. Seit 2012 bin ich als Fahrer für die Disziplinen Autocross und Endurance dabei. Danach habe ich angefangen, mich außerdem mit verschiedenen Marketingthemen zu beschäftigen. So kümmere ich mich mittlerweile um verschiedene nicht-technische Themen wie Sponsoring, Marketing, Soziale Netzwerke, Videobearbeitung, Business Presentation und generelle Teamorganisation. Das macht mir sehr viel Spaß und ich habe über die Jahre sehr viel dabei gelernt!

Wie sind deine Disziplinen in Michigan dieses Jahr denn gelaufen?

Dieses Jahr war ich nur Fahrer für Autocross und Endurance. Aus der Business Presentation in Michigan habe ich mich dieses Jahr dafür etwas rausgehalten. Stattdessen hat mein Bruder diese Rolle jetzt übernommen. Das Business-Presentation-Team hat dabei eine sehr gute Performance in Michigan abgeliefert! In Autocross und Endurance lief es allerdings nicht so gut für uns. Die Zeit im Autocross wurde sehr knapp und so stand ich gerade an der Startlinie für meine zweite Runde, da war die für das Event bemessene Zeit vorbei. Ohne die Chance, meine Zeit in einer zweiten Runde noch weiter zu verbessern, landeten wir so auf dem dritten Platz hinter Graz und Stuttgart. Wer weiß, wie sich meine Zeit in einer zweiten Runde noch verbessert hätte.

Im Endurance hatten wir leider auch kein Glück. Das Wetter war an diesem Tag sehr wechselhaft und machte es den Teams so schwer zu vorherzusagen, welche Reifen die Rennleitung für das Event vorschreibt. Letztendlich fuhren wir am späten Nachmittag. Die Strecke war immer noch sehr nass und so war es eine Herausforderung, das Fahrverhalten des Autos zu kontrollieren. Es war klar, dass wir so nicht mit den anderen Teams mithalten konnten. Wir haben unsere Lektion dabei gelernt.

Was gefällt dir am Besten an FSAE Michigan?

Mir macht es am meisten Spaß, durch die Boxengasse zu laufen und die neuen Rennwagen der anderen Teams anzuschauen. Mit der Ausnahme der europäischen Teams, welche normalerweise mit ihrem vorjährigen Auto in Michigan teilnehmen, ist es sehr interessant die neuen Designs zu begutachten.

Hand aufs Herz, was könnte besser sein in Michigan?

Die Eventleitung hat dieses Jahr definitiv viel verbessert in Michigan. Einige der Organisation haben Formula Student Germany letztes Jahr besucht und daraufhin Änderungen vorgenommen. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Ansonsten könnte die Kameradschaft zwischen den Teams in Michigan besser sein, was wohl auch daran liegt, dass es keinen gemeinsamen Campingplatz gibt. Vielleicht gibt es trotzdem eine Möglichkeit, das zu verbessern; auf unserem Campingplatz war jedes Jahr noch viel Platz für weitere Teams! Allerdings ist das Wetter immer sehr wechselhaft und deshalb auch verständlich, dass viele Teams das Campen vermeiden.

Was habt ihr dieses Jahr in Michigan gelernt?

Wir haben auf jeden fall viel gelernt, über uns selbst und wie wir uns verbessern müssen, was  die Wettbewerbe in Europa angeht. Es haben viele neue Studenten Verantwortung übernommen und sie haben in Michigan viel darüber gelernt was wichtig ist, um erfolgreich zu sein. Wir müssen definitiv besser vorbereitet sein, wenn wir unsere Titel in Deutschland und Österreich verteidigen wollen.

Auf was freust du dich nun?

Ich freue mich sehr darauf, unsere Titel in Europa zu verteidigen! Es wird meine letzte Reise mit GFR diesen Sommer. Seit Michigan haben wir viel getestet. Außerdem werde ich ein letztes Mal die Business Presentation präsentieren, diesmal allerdings mit einem neuen Partner: nämlich meinem Bruder! Ich bin gespannt, wie wir uns in Deutschland und Österreich schlagen werden!

 

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